Happy Tensing: Warum finales -y wie /i/ klingt, nicht wie /ɪ/

Veröffentlicht am 26. April 2026

Der letzte Laut in happy, very und baby ist nicht das kurze /ɪ/ aus bit. Es ist das lange /i/ aus see. Das nennt man Happy Tensing und ist eine der am meisten übersehenen Regeln der englischen Aussprache.

Die Regel

Ein unbetontes -y oder -ie am Ende eines mehrsilbigen Wortes wird als /i/ ausgesprochen (das gespannte ee), nicht als /ɪ/ (der entspannte Laut).

  • /ɪ/ wie in bit, sit, ship - kurz, locker
  • /i/ wie in beat, seat, sheep - lang, gespannt

Höre den Unterschied

Wo der Laut sonst auftritt

SchreibweiseBeispielAussprache
-y finalhappy, lucky/ˈhæpi/, /ˈlʌki/
-ie finalmovie, cookie/ˈmuvi/, /ˈkʊki/
-ee unbetontcoffee, committee/ˈkɔfi/, /kəˈmɪti/
-ey finalmoney, valley/ˈmʌni/, /ˈvæli/

Die Ausnahme

Die Regel gilt nur für unbetonte Silben. Wenn -y betont ist, ändert sich der Klang:

  • my, by, sky - eine Silbe → /aɪ/
  • reply, deny - betontes -y → /aɪ/
  • happy, lucky - unbetontes -y → /i/

Plural

  • candy → candies /ˈkændiz/
  • city → cities /ˈsɪtiz/
  • baby → babies /ˈbeɪbiz/

Du hörst /iz/, niemals /ɪz/.

Übung

"My happy family had a busy holiday party every Sunday in the city."

Jedes -y am Ende = /i/.

Warum es hilft

  1. Hörverstehen: Muttersprachler weichen den Laut auf.
  2. Sprechen: Endsilben klingen nicht mehr abgehackt.
  3. Rhythmus: Das gespannte /i/ fließt natürlich weiter.

Lerne zu diesem Thema weiter

Wechsle von diesem Artikel direkt in die Lautbibliothek und passende Ubungen.