Der letzte Laut in happy, very und baby ist nicht das kurze /ɪ/ aus bit. Es ist das lange /i/ aus see. Das nennt man Happy Tensing und ist eine der am meisten übersehenen Regeln der englischen Aussprache.
Die Regel
Ein unbetontes -y oder -ie am Ende eines mehrsilbigen Wortes wird als /i/ ausgesprochen (das gespannte ee), nicht als /ɪ/ (der entspannte Laut).
- /ɪ/ wie in bit, sit, ship - kurz, locker
- /i/ wie in beat, seat, sheep - lang, gespannt
Höre den Unterschied
Wo der Laut sonst auftritt
| Schreibweise | Beispiel | Aussprache |
|---|---|---|
| -y final | happy, lucky | /ˈhæpi/, /ˈlʌki/ |
| -ie final | movie, cookie | /ˈmuvi/, /ˈkʊki/ |
| -ee unbetont | coffee, committee | /ˈkɔfi/, /kəˈmɪti/ |
| -ey final | money, valley | /ˈmʌni/, /ˈvæli/ |
Die Ausnahme
Die Regel gilt nur für unbetonte Silben. Wenn -y betont ist, ändert sich der Klang:
- my, by, sky - eine Silbe → /aɪ/
- reply, deny - betontes -y → /aɪ/
- happy, lucky - unbetontes -y → /i/
Plural
- candy → candies /ˈkændiz/
- city → cities /ˈsɪtiz/
- baby → babies /ˈbeɪbiz/
Du hörst /iz/, niemals /ɪz/.
Übung
"My happy family had a busy holiday party every Sunday in the city."
Jedes -y am Ende = /i/.
Warum es hilft
- Hörverstehen: Muttersprachler weichen den Laut auf.
- Sprechen: Endsilben klingen nicht mehr abgehackt.
- Rhythmus: Das gespannte /i/ fließt natürlich weiter.