In Teil 1 der finalen Konsonantencluster haben wir die schwierigsten Cluster mit /θ/ und Mehrfachkonsonanten behandelt. Jetzt widmen wir uns weiteren wichtigen finalen Clustern, die im Alltag staendig vorkommen.
Dieser Leitfaden behandelt -NG, -MP, -LD, -RD, -PT, -XT und andere wichtige Wortendungen.
Die -NG Endung
Die -NG Endung /ŋ/ ist ein einzelner Laut, der sogenannte "velare Nasal". Es ist NICHT "n" + "g" einzeln gesprochen. Der Zungenruecken beruehrt den weichen Gaumen, waehrend Luft durch die Nase stroemt.
Deutsch hat diesen Laut ebenfalls (z.B. in "singen", "lang"), daher sollte er Ihnen vertraut sein. Der Unterschied liegt darin, dass im Deutschen nach /ŋ/ oft noch ein /g/ oder /k/ folgt ("Finger", "Bank"), waehrend im Englischen das -NG am Wortende oft als reiner /ŋ/ ohne folgenden Verschlusslaut steht.
Haeufiger Fehler
Deutschsprachige neigen dazu, nach dem /ŋ/ ein hoerbares /g/ einzufuegen:
Falsch: "sin-ging" (mit /g/ am Ende) statt "singing" /ˈsɪŋɪŋ/
Haeufige -NG Woerter
Die -MP Endung
Der -MP Cluster verbindet den bilabialen Nasal /m/ mit dem bilabialen Verschlusslaut /p/. Beide Laute werden mit den Lippen gebildet, was den Uebergang relativ glatt macht. Dieser Cluster existiert auch im Deutschen (z.B. "Dampf", "Sumpf").
Haeufige -MP Woerter
Vergangenheitsform: -MPED (/mpt/)
Wenn -ED an -MP Verben angehaengt wird, entsteht ein Drei-Konsonanten-Cluster:
Die -LD Endung
Der -LD Cluster verbindet /l/ mit /d/. Dieser Cluster ist Deutschsprachigen vertraut (z.B. "Wald", "Geld", "Bild").
Die -RD Endung
Der -RD Cluster verbindet das amerikanische /r/ mit /d/. Halten Sie Ihre Zunge in der R-Position und beruehren Sie dann den Zahndamm fuer D. Beachten Sie, dass das amerikanische R sich vom deutschen R unterscheidet.
Die -PT Endung
Der -PT Cluster verbindet /p/ mit /t/. Beide sind stimmlose Verschlusslaute, was eine scharfe, schnelle Endung ergibt.
Die -XT Endung
Der -XT Cluster /kst/ kombiniert /k/, /s/ und /t/. Dies ist eigentlich ein Drei-Konsonanten-Cluster.
Aussprachetipps fuer alle finalen Cluster
Tipp 1: Den letzten Laut nicht weglassen
Auch Deutschsprachige lassen manchmal den letzten Konsonanten in Clustern fallen:
Falsch: "col" statt "cold", "wor" statt "word"
Tipp 2: Keinen Vokal anfuegen
Falsch: "colda" statt "cold", "jumpa" statt "jump"
Tipp 3: Den letzten Laut kurz halten
Geben Sie dem letzten Konsonanten genug Zeit, um gehoert zu werden.
Tipp 4: Verbindung zum naechsten Wort ueben
In natuerlicher Sprache verbinden sich finale Konsonanten oft mit dem naechsten Wort:
- "hold it" klingt wie "hold-dit"
- "jump up" klingt wie "jum-pup"
Uebungssaetze
- -NG: I bring my things when I sing.
- -MP: The lamp fell with a bump and a thump.
- -LD: The old man told stories of the world.
- -RD: I heard every word she said.
- -PT: She kept quiet and slept well.
- -XT: Read the next text in context.
Wichtigste Erkenntnisse
- -NG ist ein einzelner Laut /ŋ/, nicht "n" + "g" (fuer Deutschsprachige: wie in "singen", aber ohne folgendes /g/)
- -MP ist ein glatter Uebergang, da beide Laute die Lippen benutzen
- -LD und -RD erfordern das Beibehalten der Position beim Hinzufuegen eines stimmhaften Verschlusslautes
- -PT erzeugt eine scharfe Endung mit zwei stimmlosen Verschlusslauten
- -XT ist eigentlich ein Drei-Konsonanten-Cluster /kst/
- Finale Konsonanten nicht weglassen und keine Vokale danach anfuegen
Kombinieren Sie diesen Leitfaden mit Teil 1 fuer vollstaendige Abdeckung finaler Konsonantencluster!