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Die Wortarten, die du kennen musst: Ein vollständiger Leitfaden für Englischlernende

Veröffentlicht am 15. Januar 2025

Die Wortarten, die du kennen musst

Wortarten sind die Bausteine englischer Sätze. Sie zu kennen hilft dir, klarer zu sprechen und besser zu verstehen, was du liest. Ob du als Deutschsprachiger Englisch lernst oder ein Muttersprachler bist, der seine Schreibkompetenz verbessern möchte – dieser Leitfaden macht Grammatik leicht verständlich.

Warum Wortarten wichtig sind

Stell dir Wortarten wie Zutaten in einem Rezept vor. Ohne zu wissen, was jede Zutat bewirkt, gelingt das Gericht nicht. Im Englischen gilt:

  • Für Deutschsprachige: Englisch stimmt nicht immer mit der deutschen Grammatik überein. Das Verstehen von Wortarten hilft dir, häufige Fehler wie falsche Wortstellung zu vermeiden.
  • Für Muttersprachler: Wortarten zu kennen macht dein Schreiben klarer und hilft dir, Grammatik anderen zu erklären.

Die 8 Wortarten

Das Englische hat 8 wichtige Wortarten. Schauen wir uns jede mit Beispielen an.

1. Substantive (Nouns)

Was sie sind: Wörter, die Personen, Orte, Dinge oder Ideen benennen.

Beispiele:

  • Allgemeine Substantive: book, city, dog, love
  • Eigennamen: New York, Monday, English

Deutschsprachiger Hinweis: Im Deutschen werden alle Substantive großgeschrieben. Im Englischen nur Eigennamen. Außerdem gibt es im Englischen keine grammatischen Geschlechter.

Tipp: Frag dich: „Kann ich das zählen?" Wenn ja, ist es wahrscheinlich ein Substantiv.

2. Pronomen (Pronouns)

Was sie sind: Wörter, die Substantive ersetzen, um Wiederholungen zu vermeiden.

Beispiele:

  • Personalpronomen: I, you, he, she, it, we, they
  • Possessivpronomen: my, your, his, her, its, our, their
  • Demonstrativpronomen: this, that, these, those

Deutschsprachiger Hinweis: Im Deutschen ändern sich Pronomen je nach Kasus. Englische Pronomen sind einfacher, haben aber eigene knifflige Regeln.

Tipp: Pronomen ersetzen Substantive im Satz.

3. Verben (Verbs)

Was sie sind: Wörter, die Handlungen oder Zustände ausdrücken.

Beispiele:

  • Aktionsverben: run, eat, write, speak
  • Zustandsverben: be, seem, have, know
  • Modalverben: can, could, may, might, must, should, will, would

Deutschsprachiger Hinweis: Deutsche Verben verändern sich je nach Person und Zeitform stark. Englische Verben sind einfacher, haben aber unregelmäßige Formen.

Tipp: Frage: „Was passiert?" Die Antwort ist meistens ein Verb.

4. Adjektive (Adjectives)

Was sie sind: Wörter, die Substantive beschreiben oder näher bestimmen.

Beispiele:

  • Beschreibende: big, small, happy, sad, red, fast
  • Quantitative: many, few, some, all, several
  • Possessive: my, your, his, her, our, their

Deutschsprachiger Hinweis: Im Deutschen werden Adjektive an Genus, Kasus und Numerus angepasst. Im Englischen bleiben Adjektive immer unverändert und stehen vor dem Substantiv.

Tipp: Adjektive beantworten „Welche Art?" oder „Wie viele?"

5. Adverbien (Adverbs)

Was sie sind: Wörter, die Verben, Adjektive oder andere Adverbien näher bestimmen.

Beispiele:

  • Art und Weise: quickly, slowly, carefully, loudly
  • Zeit: now, then, soon, later, yesterday
  • Ort: here, there, everywhere, nowhere
  • Grad: very, quite, almost, too, enough

Deutschsprachiger Hinweis: Englische Adverbien enden oft auf "-ly". Im Deutschen gibt es eine ähnliche Endung, aber die Bildung ist etwas anders.

Tipp: Viele Adverbien werden durch Hinzufügen von "-ly" an Adjektive gebildet.

6. Präpositionen (Prepositions)

Was sie sind: Wörter, die Beziehungen zwischen Wörtern zeigen.

Beispiele:

  • Ort: in, on, at, under, over, beside
  • Zeit: at, on, in, during, after, before
  • Richtung: to, from, into, out of, toward, away from
  • Sonstige: with, by, for, about, like, as

Deutschsprachiger Hinweis: Viele Präpositionen sind ähnlich, aber der Gebrauch kann abweichen. Im Deutschen stehen nach bestimmten Präpositionen bestimmte Kasus – im Englischen gibt es das nicht.

Tipp: Präpositionen sind meist kurze Wörter, die Ideen verbinden.

7. Konjunktionen (Conjunctions)

Was sie sind: Wörter, die Satzteile oder Sätze verbinden.

Beispiele:

  • Koordinierend: and, but, or, nor, for, so, yet
  • Subordinierend: because, although, if, when, while, since, unless
  • Korrelativ: both...and, either...or, neither...nor, not only...but also

Deutschsprachiger Hinweis: Konjunktionen wie „und", „aber" und „oder" entsprechen den englischen and, but, or.

Tipp: Konjunktionen verbinden Ideen miteinander.

8. Interjektionen (Interjections)

Was sie sind: Wörter, die Emotionen oder Überraschung ausdrücken.

Beispiele:

  • Emotion: wow, oh, hey, ouch, yay
  • Zustimmung: yes, no, okay, sure
  • Überraschung: oh no, really, wow

Deutschsprachiger Hinweis: Das Deutsche hat ähnliche Interjektionen wie „ach!" oder „au!", aber Englisch verwendet andere.

Tipp: Interjektionen werden oft von Ausrufezeichen begleitet!

Häufige Fragen zu Wortarten

„Ist 'the' eine Wortart?"

Ja! „The" ist ein bestimmter Artikel, eine Art Determinativ. Determinative umfassen Artikel (a, an, the) und Wörter wie this, that, these, those.

„Was ist mit Determinativen?"

Determinative sind eine besondere Kategorie, die Artikel und Possessivpronomen einschließt. Sie werden nicht immer als eigene Wortart aufgeführt, sind aber für den Satzbau wichtig.

„Woran erkenne ich die Wortart eines Wortes?"

Schau dir an, wie das Wort im Satz funktioniert:

  • Benennt es etwas? → Substantiv
  • Drückt es eine Handlung aus? → Verb
  • Beschreibt es ein Substantiv? → Adjektiv
  • Beschreibt es wie/wann/wo? → Adverb

Übung mit Wortarten

Lass uns Wortarten in diesem Satz identifizieren:

"The quick brown fox jumps over the lazy dog."

  • The (Artikel/Determinativ)
  • quick (Adjektiv)
  • brown (Adjektiv)
  • fox (Substantiv)
  • jumps (Verb)
  • over (Präposition)
  • the (Artikel/Determinativ)
  • lazy (Adjektiv)
  • dog (Substantiv)

Tipps zum Lernen von Wortarten

  1. Beginne mit Substantiven und Verben – Diese sind die wichtigsten für die grundlegende Kommunikation.

  2. Lerne im Kontext – Büffle nicht einfach Listen. Beobachte, wie Wörter in echten Sätzen funktionieren.

  3. Übe das Schreiben – Versuche Sätze zu schreiben und die Wortarten zu beschriften.

  4. Nutze Online-Tools – Viele Websites helfen dir, Wortarten in Sätzen zu identifizieren.

  5. Mach dir keine Sorgen wegen Perfektion – Selbst Muttersprachler haben manchmal Mühe mit Wortarten!

Schlussbemerkung

Wortarten mögen zunächst kompliziert erscheinen, aber sie sind wirklich nur Werkzeuge, um bessere Sätze zu bilden. Beginne mit den Grundlagen (Substantive, Verben, Adjektive) und füge nach und nach die anderen hinzu. Denke daran: Das Ziel ist klare Kommunikation, nicht perfekte Grammatik.

Wenn du Englisch lernst, konzentriere dich darauf, wie Wortarten dir helfen, deine Ideen auszudrücken. Mit regelmäßiger Übung wirst du jeden Tag besser!