Die -ade-Suffix-Regel: Warum 'Lemonade' und 'Parade' die letzte Silbe betonen

Veröffentlicht am 27. April 2026

Das englische Suffix -ade ist ein kleiner Hinweis auf einen großen Laut. Sobald du es siehst, passieren zwei Dinge:

  1. -ade wird /ˈeɪd/ gesprochen (reimt sich auf "made")
  2. Der Akzent fällt auf die Silbe -ADE

Das ist die ganze Regel. Wer ihr vertraut, bringt Dutzende Wörter auf Anhieb hin.

Die Kernregel

Wörter auf -ade tragen den Hauptakzent auf -ADE, ausgesprochen /ˈeɪd/.

WortAkzentIPA
paradepa-RADE/pəˈreɪd/
cascadecas-CADE/kæsˈkeɪd/
lemonadelem-on-ADE/ˌleməˈneɪd/
persuadeper-SUADE/pərˈsweɪd/
invadein-VADE/ɪnˈveɪd/
blockadeblock-ADE/blɑːˈkeɪd/
upgrade (Verb)up-GRADE/ˌʌpˈɡreɪd/
charadecha-RADE/ʃəˈreɪd/
crusadecru-SADE/kruːˈseɪd/

Warum es so funktioniert

Das Suffix -ade kam aus dem Französischen und Spanischen ins Englische (französisch limonade, parade, croisade). Dort liegt der Akzent auf der letzten Silbe, und das Englische hat den Akzent zusammen mit der Schreibung übernommen. Jahrhunderte später ist die Regel extrem konsistent.

Schnelle Übung

Die Vokalreduktion, die mitkommt

Weil -ADE den Akzent zieht, schwächen sich die Silben davor oft ab. Klares Muster: Mittelvokale werden zum Schwa /ə/.

  • lemonade → /ˌleməˈneɪd/ (das zweite "e" wird /ə/)
  • marmalade → /ˈmɑːrməleɪd/ (manche Sprechende verschieben zum Erstsilbenakzent)
  • serenade → /ˌserəˈneɪd/

Bei längeren -ade-Wörtern setzt das Englische oft einen Nebenakzent auf die erste Silbe, damit das Wort nicht zerquetscht wirkt: LEM-on-ADE.

Echte Ausnahmen

Akzent auf der ersten Silbe

  • marmalade /ˈmɑːrməleɪd/ - Erstsilbenakzent ist Standard
  • renegade /ˈrenɪɡeɪd/ - Akzent auf REN
  • marinade /ˈmærɪneɪd/ (auch /ˌmærɪˈneɪd/) - beides akzeptiert
  • accolade /ˈækəleɪd/ - Erstsilbenakzent

Die /ɑːd/-Varianten

Einige Wörter, die wie -ade aussehen, werden /ɑːd/ statt /eɪd/ gesprochen:

  • facade /fəˈsɑːd/ - behält den französischen Klang
  • promenade - britisch /ˌprɑːməˈnɑːd/, amerikanisch oft /-ˈneɪd/
  • esplanade - schwankt zwischen /-ˈnɑːd/ und /-ˈneɪd/

Vorsicht vor Doppelgängern

Vorsicht: "made", "trade", "fade" sind keine -ade-Suffix-Wörter. Sie sind einsilbige Verben, die zufällig auf -ade enden. Die Akzentregel greift nicht - die einzige Silbe trägt den Akzent ohnehin.

EinsilbigSuffix -ade
made /meɪd/parade /pəˈreɪd/
trade /treɪd/cascade /kæsˈkeɪd/
fade /feɪd/blockade /blɑːˈkeɪd/

Schnelle Zusammenfassung

  • -ade trägt den Hauptakzent auf -ADE, gesprochen /ˈeɪd/
  • Vokale vor -ade reduzieren sich oft zum Schwa /ə/
  • In längeren Wörtern liegt der Nebenakzent oft auf der ersten Silbe: LEM-on-ADE
  • Ausnahmen: marmalade, renegade, accolade (Erstsilbenakzent); facade /fəˈsɑːd/
  • Einsilber wie made, trade, fade folgen keiner besonderen Regel

Vertraue der Regel und eine ganze Kategorie formeller, eleganter englischer Wörter klingt vom ersten Versuch an richtig.

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