Muttersprachler sagen sugar als SHUG-er und measure als MEZH-er, obwohl die Schreibung mit einem einfachen S beginnt. Das ist kein Zufall: das versteckte U nach dem S leistet die Arbeit.
Trifft das S auf ein U mit einem /j/-Laut (einem kleinen "j"), rutscht das S im Mund nach hinten und wird zu /ʃ/ (sh) oder /ʒ/ (zh). Sprachwissenschaftler nennen das Palatalisierung, und sie durchzieht Dutzende Alltagswoerter.
Die Regel
Wenn SU vor einem Vokal steht und das U einen /juː/- oder /u/-Gleitlaut traegt, wird S in stimmlosen Woertern zu /ʃ/ (sugar, sure, censure, pressure, issue, tissue) und in stimmhaften zu /ʒ/ (measure, pleasure, treasure, casual, usual, leisure).
Das Muster in Aktion
| Schreibung | Laut | Beispiel |
|---|---|---|
| SU (voiceless) | /ʃ/ (sh) | sugar, sure, censure |
| SSU | /ʃ/ (sh) | issue, tissue, pressure |
| SU (voiced) | /ʒ/ (zh) | measure, pleasure, casual |
| SU + consonant | /s/ + /uː/ (regular) | super, sudden, suit |
Woerter zum Ueben
Haeufige Ausnahmen
SU bleibt ein normales /s/ + /uː/, wenn auf das U ein Konsonant folgt oder es eine betonte Silbe ohne Gleitlaut eroeffnet: super /ˈsuːpər/, sudden /ˈsʌdən/, suit /suːt/, sum /sʌm/, suffer /ˈsʌfər/. Beachte: sure und sugar sind die zwei klassischen Ausnahmen, bei denen /ʃ/ ganz am Anfang steht.
Schnelle Merktipps
Teste mit langsamer, entspannter Stimme: will sich nach dem S ein /j/ ("ju") einschleichen, wird das S meist zu SH oder ZH. Gruppiere stimmhafte Woerter (measure, pleasure, treasure) und stimmlose (pressure, tissue, issue). Dann trainiere deine Aussprache laut.