Relativsätze sind überall im Englischen zu finden. Die Grammatik zu verstehen ist eine Sache, aber sie natürlich auszusprechen ist eine ganz andere Herausforderung. Die Art, wie du Relativpronomen betonst, mit Pausen umgehst und deine Intonation formst, kann die Bedeutung eines Satzes komplett verändern.
Relativpronomen: Wie man jedes einzelne ausspricht
Englisch hat mehrere Relativpronomen, jedes mit seiner eigenen Aussprache. Beginnen wir mit den Grundlagen.
Beachte, dass "who", "whom" und "whose" alle mit dem /huː/-Laut beginnen. Viele Lernende sprechen diese mit einem einfachen /w/-Laut aus, aber die korrekte Aussprache beinhaltet das /h/ am Anfang. "Which" beginnt mit /w/ und enthält den /tʃ/ ("tsch")-Laut am Ende.
Die zwei Gesichter von "That": Starke und schwache Form
Das Wort "that" ist das häufigste Relativpronomen im alltäglichen amerikanischen Englisch, und es hat zwei Aussprachen, die verschiedene Zwecke erfüllen.
In bestimmenden Relativsätzen wird "that" fast immer in der schwachen Form /ðət/ ausgesprochen. Der Vokal reduziert sich zu einem Schwa, was es kürzer und weniger auffällig macht. In sehr schneller Sprache kann "that" so stark reduziert werden, dass es fast verschwindet. Deshalb lassen englische Muttersprachler es oft ganz weg: "The book I read" statt "The book that I read."
"That" in der Sprache weglassen
Im amerikanischen Englisch ist das Weglassen von "that" in bestimmenden Relativsätzen extrem häufig und klingt vollkommen natürlich. Vergleiche:
- "The movie that we watched was great." /ðə ˈmuːvi ðət wi wɑːtʃt wəz ɡreɪt/
- "The movie we watched was great." /ðə ˈmuːvi wi wɑːtʃt wəz ɡreɪt/
Beide sind korrekt, und die zweite Version (ohne "that") ist in der Umgangssprache sogar häufiger.
Bestimmende vs. nicht-bestimmende Relativsätze: Der Intonationsunterschied
Hier wird die Aussprache entscheidend für die Bedeutung. Der Hauptunterschied zwischen bestimmenden und nicht-bestimmenden Relativsätzen in der Sprache ist das Vorhandensein oder Fehlen von Pausen und Tonhöhenänderungen.
Bestimmende Relativsätze: Keine Pausen
Bestimmende (restriktive) Relativsätze haben keine Pausen. Der Satz fließt kontinuierlich, und die Intonation ist glatt:
- "The man who called is here." (durchgehend, keine Unterbrechungen)
- "Students who study hard get good grades." (fließend)
Der Relativsatz wird als Teil derselben Intonationseinheit wie der Rest des Satzes gesprochen. Es gibt keinen Tonhöhenbruch vor "who" oder nach dem Relativsatz.
Nicht-bestimmende Relativsätze: Pausen und Tonhöhenänderungen
Nicht-bestimmende (nicht-restriktive) Relativsätze werden durch Pausen abgegrenzt, die den Kommas in der Schriftform entsprechen. Die Tonhöhe fällt leicht am Anfang des Relativsatzes und steigt am Ende wieder:
- "My brother, who lives in London, is a doctor." (Pause vor "who", Pause nach "London")
- "This book, which was published in 1990, is still popular." (klare Pausen bei den Kommas)
Der Relativsatz klingt fast wie ein Einschub, der auf einer etwas tieferen Tonhöhe als der Hauptsatz gesprochen wird.
Relativadverbien: Where, When, Why
Diese Relativadverbien folgen denselben Intonationsregeln wie Relativpronomen. In bestimmenden Relativsätzen fließen sie glatt in den Satz ein. In nicht-bestimmenden Relativsätzen wird ihnen eine Pause vorangestellt.
Erweiterte Relativpronomen
Englisch hat auch zusammengesetzte Relativpronomen, die ein Relativpronomen mit "ever" kombinieren. Diese Wörter werden auf der zweiten Silbe betont.
Beachte, dass bei allen drei Wörtern die Betonung auf der Silbe "-ev-" liegt. Der "ever"-Teil trägt die Hauptbetonung, während der erste Teil ("who", "what", "which") leicht reduziert wird.
Übungstipps für natürliche Aussprache
- Nimm dich auf: Lies Sätze mit bestimmenden und nicht-bestimmenden Relativsätzen. Achte auf Pausen und Tonhöhenänderungen.
- Übe das schwache "that": Sage "the book that I read" mit /ðət/, nicht /ðæt/. Versuche dann, "that" ganz wegzulassen.
- Meistere das /h/ in "who": Stelle sicher, dass du den hauchenden /h/-Laut am Anfang von "who", "whom" und "whose" aussprichst.
- Höre auf Pausen in nativer Sprache: Achte darauf, wie Muttersprachler nicht-bestimmende Relativsätze mit ihrer Stimme markieren.
- Verbinde fließend in bestimmenden Relativsätzen: Übe "The person who called" als eine fließende Phrase ohne Pause vor "who" zu sagen.
Die Aussprache von Relativsätzen zu meistern wird deine Sprachflüssigkeit erheblich verbessern. Der Schlüssel ist zu verstehen, dass Grammatik und Aussprache zusammenwirken: Die Pausen, Betonungen und Intonationsmuster sind keine optionale Dekoration, sie tragen Bedeutung.