Intervokalische S-Stimmhaftigkeit: Wann das „S“ im Englischen wie „Z“ klingt

Veröffentlicht am 13. April 2026

Schlag im Wörterbuch die Aussprache von music, easy oder please nach. Alle enthalten /z/, obwohl sie mit S geschrieben werden. Das ist das Muster der intervokalischen S-Stimmhaftigkeit. Wer /z/ an den richtigen Stellen erwartet, klingt sofort natürlicher.

Die Regel

Steht der Buchstabe S zwischen zwei Vokallauten — besonders nach betontem Vokal — spricht man ihn /z/, nicht /s/. Die Stimmhaftigkeit der Vokale überträgt sich auf den Konsonanten.

  • easy → /ˈiːzi/
  • music → /ˈmjuːzɪk/
  • busy → /ˈbɪzi/
  • choose → /tʃuːz/

Übung: S → Z Wörter

Wichtige Ausnahmen

Die Regel ist stark, aber nicht absolut. S bleibt /s/, wenn:

  • Es ein Morphem oder eine Zusammensetzung beginnt: bedside, newsstand.
  • Es auf lateinische Präfixe wie re-, pre- folgt: research, present (Substantiv) sind oft /s/.
  • In gelehrten Wörtern: basic /ˈbeɪsɪk/, crisis /ˈkraɪsɪs/, philosophy /fɪˈlɒsəfi/.

Substantiv vs. Verb

Einige Wörter ändern Bedeutung je nach /s/ oder /z/:

  • use (Substantiv) /juːs/ — der Nutzen.
  • use (Verb) /juːz/ — verwenden.
  • Gleiches bei close, house, advice/advise, excuse.

Warum das wichtig ist

Sagst du /s/ in music, please oder easy, hören Muttersprachler etwas Seltsames. Und dein Ohr bleibt taub für den Kontrast stimmhaft/stimmlos, der echte Bedeutung trägt.

Übungstipp

Leg die Finger an den Hals und sag /s/. Kein Brummen. Jetzt /z/. Brummen. Gehe zehn Wörter mit S zwischen Vokalen durch und halte das Brummen. Dein /z/ wird automatisch.

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