Bestimmte Aussprachefehler tauchen bei Englischlernenden mit europäischem Hintergrund immer wieder auf. Dieser Leitfaden zeigt die zehn häufigsten, erklärt warum sie passieren, und gibt dir konkrete Übungsstrategien.
1. Der TH-Laut /θ/ und /ð/
Deutschsprachige ersetzen TH oft durch T, D, S oder Z. "Think" klingt dann wie "tink" oder "sink". Die Zunge muss kurz zwischen oder hinter die Zähne, damit der Laut korrekt ist.
2. Das kurze und lange I: /ɪ/ vs. /iː/
Der Unterschied zwischen "ship" /ʃɪp/ und "sheep" /ʃiːp/ ist für viele Lernende kaum hörbar. Das kurze /ɪ/ ist entspannter und kürzer als das lange /iː/.
3. W vs. V
Im Deutschen gibt es W (/v/) und V (/f/ oder /v/). Das englische W /w/ ist aber keines davon: Die Lippen werden gerundet, ohne dass die Zähne die Lippe berühren.
4. Das stumme H
In vielen europäischen Sprachen werden Wörter wie "hour", "honest" und "heir" mit einem H-Laut begonnen. Im Englischen ist das H in diesen Wörtern stumm.
5. Wortbetonung
Englische Wortbetonung ist weniger vorhersehbar als im Deutschen. Viele Lernende betonen Wörter wie im Deutschen oder lesen die Betonung aus der Schreibweise heraus. Wörter wie "photograph" /ˈfoʊtəɡræf/, "photographer" /fəˈtɑːɡrəfər/ und "photographic" /ˌfoʊtəˈɡræfɪk/ haben alle verschiedene Betonungsmuster.
6. Der Schwa-Laut fehlt
Englisch reduziert unbetonte Silben auf /ə/. Wenn du alle Vokale klar aussprichst, klingt dein Englisch steif. "About" beginnt mit /ə/, nicht mit /æ/ oder /a/.
7. Zu viele Vokale hinzufügen
Manche Lernende fügen vor Konsonantenverbindungen einen Vokal ein: "sport" wird zu "esport". Im Englischen gibt es diese Vokalinsertion nicht.
8. Das /æ/-Vokal
Das englische /æ/ (wie in "cat") existiert im Deutschen nicht. Viele ersetzen es mit /ɛ/ oder /a/. Der Mund muss weiter geöffnet werden: ein entspanntes "äh".
9. Auslautverhärtung
Im Deutschen werden stimmhafte Konsonanten am Wortende stimmlos ("Hund" klingt mit /t/ am Ende). Im Englischen bleiben "bed", "dog" und "love" am Ende stimmhaft.
10. Konsonantenhäufungen vereinfachen
Viele Lernende vereinfachen schwierige Konsonantengruppen. "Strengths" /strɛŋkθs/ hat fünf Konsonanten am Ende. Es klingt sehr unnatürlich, wenn Konsonanten fehlen oder eingefügt werden.